Die Kapuzenbande vom Weissenhäuser Strand

 

Dunkle Wolken, Regen im Nacken, steife Brise von vorn, typisch norddeutsches Wetter eben. Für die waschechten Hamburger genau das richtige Strandwetter. Fröhlich machen sich Henri, Yessi, Paul und Finn mit Schaufeln, Badesachen und ihrem Schlauchboot auf den Weg. „Guckt euch mal die ganzen Urlauber mit Pulli und Jacke an“, lacht Paul. „Tja, alles Landeier! Zum Glück sind wir nicht aus Zucker!“, triumphiert Yessi.

 

„Hey, lasst uns eine Urlaubszentrale bauen“, schlägt Henri vor. „Ja, coole Idee. Wir bauen eine echte Elbspürnasenhauptquartiersandburg!“, freut sich Finn. Hinter einer kleinen Düne scheinen die Freunde einen idealen Platz gefunden zu haben. Sofort buddeln sie fieberhaft ein tiefes Loch und formen Wände. Der Clou ist aber der kleine Hafen für Henris Schlauchboot.

 

„Wer zuerst im Wasser ist!“, fordert Paul seine Freunde zum Wettrennen auf. Volle Pulle rennen alle mit lautem Gebrüll in die Wellen. Paul kommt als Erster auf einer Sandbank an: „Erster!“ „Du hast doch geschummelt!“, schreit Henri aufgebracht. „Ich hab‘ sie nicht mehr alle und bewerf dich mit `ner Qualle!“, reimt Yessi und kringelt sich vor Lachen. „Igittigitt, voll auf meinen Kopf! Na, warte. Das gibt Ärger!“ Es geht Schlag auf Schlag, blitzartig kontert Paul mit einer gezielten Doppelquallenwurfattacke! Platsch! Treffer! Nur Henri muss wieder die Spaßbremse spielen: „Die armen Wassertiere!“

Die Elbspürnasen haben mordsmäßig viel Spaß und sind völlig außer Rand und Band. Vor lauter Getobe bemerken sie nicht, dass ein paar junge Leute laut grölend ihre frisch gebaute Urlaubszentrale zerstören, auf ihre Sachen spucken und das Schlauchboot plattwalzen.

Finn bemerkt als Erster die Kerle, die alle Kapuzenshirts tragen. Wütend brüllt er so laut er kann: „Ey! Was soll das? Das haben wir gebaut!“ „Verschwindet, aber dalli!“, fordert Henri. Yessi wird fuchsteufelswild: „Die doofen Typen lachen uns doch nur aus!“

 

Finn schwimmt im Affentempo zurück zum Strand. Als er gerade aus dem Wasser rennt, hauen die Fieslinge ab. Henri kann es nicht fassen: „Verdammt Mistkerle, die haben mein Schlauchboot zerstochen!“ Mit Tränen in den Augen schimpft Yessi: „Echt Ätzend! Nicht mal im Urlaub hat man vor solchen Idioten seine Ruhe.“

 

Während Henri, Finn und Yessi sprachlos vor den Resten ihrer Sandburg stehen, arbeitet Pauls Spürnase bereits wieder auf Hochtouren.

„Zum Glück haben diese Trottel unsere Rucksäcke nicht entdeckt. So können wir zumindest Fotos vom Tatort machen. Handys raus und Spuren sichern!“, fordert Paul. Zu Pauls Überraschung hat keiner seiner Freunde sein Handy mit an den Strand genommen.

 

„Na, wie gut, dass zumindest ich mein Handy eingeste….äh, wo … ist … das gibt es doch nicht! Ich habe mein Handy wohl doch nicht eingesteckt. So ein Mist!“ Kichernd klopfen sich Henri, Yessi und Finn auf die Oberschenkel: „Erst hier einen auf Oberspürnase machen und dann selber schön verplant sein… hahaha!“

 

Die Elbspürnasen sind wütend auf die Jugendlichen. Sie überlegen, ob sie den Vorfall melden sollen. Sie fürchten jedoch, dass ihre Eltern Wind davon bekommen und sie den ganzen Urlaub nicht mehr aus den Augen lassen. Das wollen sie lieber nicht riskieren. „Ist euch aufgefallen, dass die Typen alle dasselbe Zeichen auf ihren Kapuzenshirts hatten?“, fragt Finn. Yessi, genannt Holmes kombiniert: „Dann haben wir es hier wohl mit der Kapuzenbande vom Weissenhäuser Strand zu tun.“

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